Mehr Geld für (fast) alle: Das bringt das Jahr 2021

Selten kündigte sich ein Jahr aus Verbrauchersicht so gut an, wie 2021. Steuerzahler werden stark entlastet, viele Menschen werden mehr Geld in der Tasche haben. Die Änderungen im Überblick

Das Jahr 2021 verspricht, ein gutes Jahr zu werden – jedenfalls aus finanzieller Sicht. Die deutschen Steuerzahler werden 2021 finanziell so stark entlastet wie seit Langem nicht, dazu gibt es Entlastungen und mehr Geld für viele Gruppen. So wird auch die Grundrente eingeführt. Die Urlaubsplanung wird in diesem Jahr nicht ganz einfach. Ein Überblick:

Steuererleichterungen für Familien, Alleinerziehende und Singles

 

Familien können sich freuen, denn das Kindergeld wird zum 1. Januar 2021 um 15 Euro auf 219 Euro pro Monat erhöht. Dieser Satz gilt für die ersten beiden Kinder, für das dritte Kind bekommen Eltern künftig 225 Euro, für das vierte und weitere Kinder 250 Euro im Monat.

 

Grundsätzlich werden Familien, Alleinerziehende und Singles bei der Steuer entlastet. Bei sehr hohen Einkommen (6000-7000 Euro pro Monat) summiert sich die Entlastung immerhin auf 1000 bis 2500 Euro im Jahr. Wie sich die Anpassung der Steuern auf einzelne Gruppen genau auswirkt, lesen Sie hier.

Soli fällt für 90 Prozent der Deutschen komplett weg

 

Für rund 90 Prozent der Steuerzahler fällt zum Jahreswechsel der Solidaritätszuschlag komplett weg, weitere 6,5 Prozent zahlen weniger. Einzelnveranlagte bis zu einer Einkommenssteuer von 16.956 Euro im Jahr keinen Soli mehr abführen müssen – für gemeinsam veranlagte Paare liegt der Satz bei 33.912 Euro. Oberhalb dieser Grenze steigt der Soli-Satz schrittweise an.

Mehr Geld für Geringverdiener

 

Geringverdiener werden 2020 davon profitieren, dass der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar angehoben wird – von aktuell 9,35 Euro auf 9,50 Euro pro Stunde, und zum 1. Juli um weitere 10 Cent auf 9,60 Euro pro Stunde. Auch für Auszubildende steigt die Mindestvergütung.

 

„Die meisten Verbraucher werden wieder etwas mehr Geld im Portemonnaie haben als 2020“, prognostizierte der Konjunkturexperte Torsten Schmidt vom RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung.

Wohngeld in NRW steigt

 

Empfänger von Wohngeld in Nordrhein-Westfalen bekommen vom kommenden Jahr an mehr Geld. Die Landesregierung in NRW will damit Klimaschutz-Maßnahmen ausgleichen, die das Heizen teurer machen. Das Wohngeld soll durchschnittlich um rund 15 Euro pro Monat und Haushalt steigen, mehr als 146.000 Haushalte im Land profitieren davon.

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