Diese neuen Corona-Regeln gelten in NRW

Der Lockdown gilt nun bis 7. März. In NRW gibt es ab 22. Februar allerdings einige Lockerungen. Ein Überblick über die neuen Corona-Regeln.

Nachdem Bund und Länder eine Verlängerung des Lockdowns bis 7. März beschlossen hatten, verlängerte NRW seine Coronaschutzverordnung vorerst nur um eine Woche. Die seit Montag (22.02.2021) gültige Verordnung bringt nun einige Änderungen mit sich. Die Neuerungen im Überblick:

Friseure und Fußpflege

Friseurbetriebe dürfen ab dem 1. März wieder öffnen: mit Hygienemaßnahmen wie medizinischen Masken und einem geregelten Zutritt über Reservierungen. Gleiches gilt für die nichtmedizinische Fußpflege.

Andere Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen dürfen dagegen voraussichtlich erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner wieder öffnen.

Schulen

Hier gibt es einen Wiedereinstieg in den Präsenz- oder Wechselunterricht. Genauere Details finden Sie in diesen Artikeln:

Artikel 1

Artikel 2

Kitas und Kindertagespflege

Ab 22. Februar sind “alle Kinder wieder in die Kindertagesbetreuung eingeladen“, so Familienminister Joachim Stamp (FDP). Sein Appell an Eltern, Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, gilt dann nicht mehr. Allerdings dürfen die Kitas die wöchentliche Betreuungszeit weiterhin um zehn Stunden pro Kind reduzieren.

Sport

Der Stillstand für den Amateur- und Breitensport war in NRW bis zum 21. Februar verlängert. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gelten moderate Öffnungen im Freien. Jetzt ist “Sport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel einschließlich der sportlichen Ausbildung im Einzelunterricht” erlaubt.

Wollen mehrere Gruppen beispielsweise einen Fußballplatz nutzen, muss zwischen diesen Gruppen dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten werden. Wer dabei schwitzt, muss zu Hause duschen und sich auch dort umziehen.

Und bei der Sport-Bildung ist nun Folgendes möglich: “Einzelunterricht außerhalb geschlossener Räumlichkeiten“, Präsenzunterricht und Vorbereitungen auf Prüfungen an Schulen sowie außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote.

Sporthallen und Schwimmbäder bleiben für Freizeit- und Amateursport weiter geschlossen.

Musikunterricht

Für Kinder bis ins Grundschulalter ist musikalischer Unterricht als Einzelunterricht wieder zulässig.

Einzelhandel, Museen

Beim Corona-Gipfel wurde sich darauf verständigt, dass erst unter einem Inzidenzwert von 35 die Bundesländer weitergehende Lockerungen des Lockdowns für Einzelhandel und Museen beschließen können.

In NRW können auch Gemüsepflanzen und Saatgut verkauft werden. Voraussetzung ist, dass die Geschäfte “den Verkauf hier auf einschließlich unmittelbares Zubehör (Übertöpfe und so weiter) beschränken“.

Für Lockerungen in Kultur, Freizeit, Gastronomie und Hotelgewerbe wollen Bund und Länder eine “sichere und gerechte Öffnungsstrategie” weiterentwickeln. Die nächste Bund-Länder-Konferenz findet am 3. März statt.

Länder und Landkreise, die über der Inzidenz von 50 bleiben, sollen regionale und lokale Maßnahmen treffen, um Infektionszahlen zu senken.

Schnelltests

Bund und Länder wollen auf Schnelltests zur Selbstanwendung setzen, um die Testkapazitäten zu steigern. Der Bund will solche Tests für zuhause schnell prüfen, wenn entsprechende Hersteller Zulassungen dafür beantragen. Dann könnten sie bei erfolgreicher Prüfung verwendet werden.

Wichtig für die Zulassung sei der Nachweis einer ausreichenden Qualität. Offen bei diesen Selbsttests ist noch, wie man damit umgehen will, dass positive Ergebnisse von den Menschen selbst an die Gesundheitsämter gemeldet werden müssten.

In NRW muss das Personal von Pflegeeinrichtungen ab dem 22. Februar an jedem zweiten Tag einen Schnelltest machen.

Das bleibt: Medizinische Masken und Kontaktbeschränkungen

Fast alle anderen Regelungen, die in den vergangenen Wochen galten, bleiben bestehen. Dazu gehören insbesondere die Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht – auch müssen an vielen Orten weiterhin medizinische Masken getragen werden.

 

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